## CONTENT ##
Anzeige
Familie & Leben

Was lange währt...

Nach langer Anlaufzeit ist die Harzberghalle nun eingeweiht

Die neue Stadthalle Großbottwars, die Harzberghalle, ist ein moderner Bau mit viel Holz. Foto: Werner Kuhnle

10.11.2021

Was lange währt, wird endlich gut – dieses Sprichwort passt perfekt zur Harzberghalle. Die Stadthalle Großbottwars hat auch wirklich auf sich warten lassen: Seit dem Jahr 2008 lief die Planung. Zuerst sicherte die Stadt sich Grundstücke im Winzerhäuser Tal – dann war lange nicht klar, ob die neue Stadthalle wirklich hier gebaut werden soll.

Jöllenbeck & Wolf Partnerschaft mbB

Doch im Jahr 2014 beteiligten sich 219 Architekten am Wettbewerb – selbst aus Barcelona. Den Zuschlag erhielten Jöllenbeck+Wolf. Endlich konnten die Detailplanungen beginnen.

VIELE HÜRDEN WURDEN GEMEISTERT

Bis 2017 konnte nicht viel passieren, denn auf dem Baugrundstück wurden Zauneidechsen entdeckt, die erst umgesiedelt werden mussten. Im November folgte dann der Spatenstich.
  

Die Harzberghalle im Bau – nun ist sie endlich eingeweiht. Foto: Kempter
Die Harzberghalle im Bau – nun ist sie endlich eingeweiht. Foto: Kempter

Fertig ist die Halle nun schon seit 2019 – und das, obwohl beim Bau auch nicht alles rund lief: Betonsäulen mussten wieder abgerissen werden, die Eingangstreppen gelangen erst beim dritten Versuch, das Parkett machte Probleme, eine Malerfirma ging insolvent.

Und dann kam Corona: Die Einweihung der rund acht Millionen Euro teuren Halle muss bis Oktober 2021 warten. „Jetzt darf Großbottwar stolz auf diese Halle sein“, sagte Bürgermeister Ralf Zimmermann bei der Einweihung der Harzberghalle Anfang Oktober.

Architekt Michael Jöllenbeck sieht viel Gutes an der Halle: Man ahne nicht, welche komplexe Technik in dem Haus stecke. Außerdem sagte er: „Die neue Stadthalle hat als Dreh und Angelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt Großbottwar besonderen Stellenwert im Gemeinschaftsleben der Stadtgesellschaft. So sehr sie sich in diesem Sinn abhebt vom ‚Normalen’, ist sie in die vorhandenen Strukturen der Stadt eingewoben.“

HOLZBAU HAT TRADITION

Durch den Holzbau sei nicht nur CO2 eingespart worden, das Material sei auch ideal für die Akustik. „Großbottwar verfügt über eine ausgeprägte Holzbautradition, zahlreiche Gebäude sind – unter anderem das Rathaus – denkmalgeschützte Fachwerkbauten“, merkte Jöllenbeck an.

Nach langem Warten ist die Harzberghalle endlich bereit, ein Teil Großbottwars zu werden und zur Kultur und dem positiven Stadtbild beizutragen. red