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Beruf & Weiterbildung

Tipps für das erste Bewerbungsgespräch

Bei der Vorstellung für den Ausbildungsplatz ist gute Vorbereitung wichtig

Selina Schröter gibt im Internet Bewerbungstipps. Foto: djd/Siemens Professional Education

27.09.2021

Das letzte Schuljahr ist angebrochen oder gar vorbei? Dann liegt in vielen Fällen erstmals das Thema Bewerbung auf dem Tisch – ob für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium. Wenn dabei alles gut geht, folgen Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Im Vorfeld sollten sich die Anwärter auf diese ungewohnte Situation gut vorbereiten, nur so lassen sich Unsicherheiten ablegen und die Chancen steigern. Doch was alles gehört zu einer ordentlichen Vorbereitung?

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DIE EIGENE MOTIVATION ZEIGEN

Wichtig ist das passende Sachwissen. Was genau macht die Firma, bei der man sich bewirbt, was passiert an dem Standort, an dem die Ausbildung angeboten wird? Beliebte Fragen sind unter anderem, warum der Bewerbende den gewählten Beruf erlernen möchte und warum er oder sie die beste Besetzung für die angebotene Ausbildungsstelle ist.

Dazu sollte man eine überzeugende Antwort parat haben, die besonders die eigene Motivation widerspiegelt. Klar ist: Etwas Nervosität ist bei einem Bewerbungsgespräch fast immer dabei. Selina Schröter arbeitet in der Personalabteilung von Siemens Deutschland und hat eine Youtube-Serie namens „Bewerbungstipps mit Selina“ erstellt.

Schröter rät dazu, das anstehende Gespräch frühzeitig mit Eltern oder Freunden zu üben. „Dann bekommt man Routine, kann die Nerven beruhigen und kriegt auch gratis ein direktes Feedback“, so die Bewerbungsexpertin.

Früher war es üblich, für ein erstes Gespräch zum Unternehmen zu fahren und sich dort vor Ort mit den Ausbildungsverantwortlichen zu treffen. Heutzutage finden jedoch immer mehr Vorstellungsgespräche online statt. So gilt es auch, auf eine passende Umgebung zu achten. „Wenn man zu einer Videokonferenz eingeladen wurde, sollte man sich vorher überlegen, was man im Hintergrund zeigen möchte oder was eher nicht“, rät Selina Schröter.

Das eigene Zimmer sagt viel über den Bewerbenden aus, doch die Gesprächspartnerinnen und -partner erkennen bei einem Online-Gespräch zum Beispiel auch, ob im Bildhintergrund Pokale oder doch dreckige Socken zu sehen sind.

AUTHENTISCH BLEIBEN

Der wohl wichtigste Tipp aber gilt der Authentizität. „Bleibt unverstellt“, ermuntert Selina Schröter die jungen Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildung sind. „Die Recruiterinnen und Recruiter wollen keine Maske kennenlernen, sondern die echte Persönlichkeit des Bewerbenden. Nur so können sie entscheiden, ob man zusammen den neuen Weg gehen kann.“ djd


Fit für die Zukunft dank Weiterbildung

Wie der Staat Quereinsteiger und Arbeitslose bei der Jobsuche fördert

Selten standen die Chancen auf eine neue Stelle so gut wie derzeit. 2021 ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland zum ersten Mal seit 2006 selbst in einem Juli weiter gesunken, die Quote betrug 5,6 Prozent. Einige Branchen suchen händeringend nach Personal. Sie bieten auch gute Jobchancen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern sowie Arbeitslose, die sich weiterbilden.

Die Zahl derer, die Fortbildungschancen ergreifen, ist allerdings erstaunlich niedrig. Das Statistische Bundesamt beziffert sie auf lediglich 20 Prozent. Dabei unterstützt etwa die Agentur für Arbeit Weiterbildungen und Umschulungen.

KOSTENFREI UMSCHULEN

Nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit GFN wissen 32 Prozent der Arbeitssuchenden allerdings nicht, dass sie sich kostenfrei umschulen, weiterbilden oder coachen lassen können. 54 Prozent kennen den sogenannten Bildungsgutschein nicht oder wissen nicht, was sie damit anfangen können. Dabei ist es heute wichtiger denn je, sich weiterzubilden. Denn die Arbeitswelt verändert sich kontinuierlich.

Trends wie die Digitalisierung und somit der starke Fokus auf IT sorgen dafür, dass ganze Branchen gezwungen sind, sich quasi über Nacht neu zu erfinden. Bis 2025, so schätzt das Weltwirtschaftsforum, werden sich 50 Prozent aller Angestellten weltweit fortbilden müssen. Weiterbildungen und Umschulungen helfen dabei, die neuesten Trends zu verstehen und entsprechende Arbeitsmethoden zu erlernen: Sie bieten sehr gute Jobchancen.

Zu den wichtigsten bundesweiten Fördertöpfen zählen der Bildungsgutschein und die Weiterbildungsprämie. Der Bildungsgutschein ist ein Angebot der Agenturen für Arbeit und Jobcenter an Menschen, die sich beruflich weiterbilden möchten. Er ist auf ein konkretes Bildungsziel ausgerichtet. Ein Bildungsgutschein kann auch genutzt werden, um drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Der Träger übernimmt hier 100 Prozent der Kosten für eine Weiterbildung. “Im Normalfall werden auch Fahrtkosten beglichen, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Weiterbildung in einem Trainingscenter und nicht von zu Hause machen“, erklärt Barbara Kunsek vom Weiterbildungsträger GFN.

FÖRDERUNG VON BERUFSABSCHLÜSSEN

Die Weiterbildungsprämie stellt Arbeitssuchenden bis zu 2.500 Euro extra zur freien Verfügung, wenn sie sich für eine Umschulung entscheiden, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führt – beispielsweise die IHK-Umschulungen zum Fachinformatiker. djd